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Handwerkzeug | Kaufberatung | Theorie | Werkzeug

Alles wichtige über Hammer

Lesezeit: 13 Minuten

Du wolltest schon immer wissen, welchen Hammer man am besten für was verwendet und was es bei den verschiedenen Hammerarten zu beachten gibt?

Inhaltsverzeichnis
  • Einführung
  • Aufbau eines Hammers
    • Hammerkopf
    • Hammerkeil bzw. Ringhülse
    • Schlagschutz
    • Welche Hammerstiele gibt es?
  • Kaufberatung für Hammer
    • Checkliste für den Kauf
  • Welche Hammer gibt es?
    • Was ist ein Schlosserhammer? (Haushaltshammer)
    • Was ist ein Fäustel?
    • Was ist ein Vorschlaghammer bzw. „Bello"?
    • Was ist ein Klopfholz bzw. Schreinerküpfel?
    • Was ist ein Gummihammer?
    • Was ist ein Schonhammer? (Kunststoffhammer)
    • Was ist ein Latthammer bzw. Zimmermannshammer?
    • Was ist ein Schreinerhammer bzw. Tischlerhammer?
    • Was ist ein Maurerhammer?

Einführung

Ein guter Hammer gehört genauso wie ein paar Zangen und Schraubendreher (ugs. Schraubenzieher) in jede Werkzeugkiste. Im Folgenden möchte ich Dir erklären, wie ein Hammer aufgebaut ist, worin die Unterschiede der verschiedenen Hammertypen liegen und worauf Du beim Kauf eines Hammers unbedingt achten solltest.

Übersicht der verschiedenen Hämmer: Schlosserhammer, Gummihammer, Maurerhammer, Schonhammer, Schreinerhammer, Latthammer, Fäustel
Übersicht verschiedener Hammertypen

Aufbau eines Hammers

Ein klassischer Hammer besteht meist aus einem Holzstiel und einem Kopf. Dabei wird der Hammerkopf durch eine Pressung auf dem Stiel gehalten. Um diese Pressung zu erreichen, wird oftmals ein Keil oder eine Ringhülse von oben in das Holz getrieben, wodurch dieses auseinander gedrückt wird und sich fest in die Öffnung des Hammerkopfes presst.

Vorteil: Sollte ein Hammerstiel aus Holz einmal beschädigt werden, weil man evtl. daneben geschlagen hat, kann man diesen leicht ersetzen und somit den Hammer reparieren.

Der Hammerkopf ist auf dem Hammerstiel durch einen Keil im Auge gesichert. Die schmale Seite des Hammerkopfs ist die Finne und die breite Schlagseite die sog. Bahn. Der Hammerstiel wird durch den Schlagschutz geschützt.
Aufbau eines Hammers

Hammerkopf

Der Hammerkopf hat zwei nutzbare Seiten, zum einen die Bahn und zum anderen die Finne (auch Pinne oder Schmalbahn genannt). Die Materialen des Kopfes können je nach Verwendungszweck sehr unterschiedlich sein und gehen von gehärtetem Stahl (klassischer Schlosserhammer, Fäustel, Vorschlaghammer) über Holz (Klopfholz) bis hin zu Kunststoff (Schonhammer) und Gummi (Gummihammer/Schonhammer).

Wichtig: Um einen Bruch des Hammerkopfes aus gehärtetem Stahl zu verhindern, sind bei hochwertigen Hammerköpfen lediglich die Bahn bzw. Finne gehärtet und der mittlere Bereich (fachspr. Haus) aus weicherem Stahl. Dies lässt sich als Außenstehender allerdings nicht erkennen.

Die Bahn ist die Schlagseite des Hammerkopfes, mit welcher z. B. Nägel in die Wand geschlagen werden, und ist meist rechteckig, oval, kreisförmig oder rund.
Die Finne ist die abflachende Seite des Hammers und gibt es in vielen verschiedenen Formen. Beim klassischen Schlosserhammer, welchen man meist im Haushalt vorfindet, ist die Finne mittig am Hammerkopf positioniert und verläuft quer zum Hammerstiel. Dabei ist die Finne häufig am Ende abgerundet. Dagegen hat die Finne eines Maurerhammers an dieser Stelle eine Schneide und ein Latthammer (Zimmermannshammer) eine asymmetrische Klaue, mit welcher man Holzbauteile umsetzen oder Nägel ziehen kann.

Manche Hammertypen haben allerdings auch zwei Bahnen, wie z. B. ein Schonhammer, Fäustel oder ein Vorschlaghammer.

Hammerkeil bzw. Ringhülse

Der Hammerkeil sorgt für die Verbindung zwischen dem Hammerkopf sowie Holzhammerstiel. Nachdem der Kopf auf den Stiel gesetzt wurde, wird in das Auge des Hammerkopfes ein Holzkeil oder Metallkeil hereingeschlagen. Dieser drückt das Holz des Hammerstiels auseinander und so entsteht eine feste Pressverbindung zwischen beiden Teilen und verhindert dadurch, dass Dir der Hammerkopf um die Ohren fliegen könnte. Ein Holzkeil wird gelegentlich noch durch eine Ringhülse aus Metall gesichert.

Schlagschutz

Ein Schlagschutz unterhalb des Hammerkopfes ist zwar nicht unbedingt erforderlich, aber absolut empfehlenswert! Sollte ein kräftiger Schlag unterwartet einmal daneben gehen, kann die Schlagschutzhülse aus Kunststoff oder Metall den Hammerstiel retten.

Welche Hammerstiele gibt es?

Ein Hammerstiel besteht typischerweise aus Holz. Allerdings gibt es ebenfalls Hammerstiele aus Kunststoff bzw. Fiberglas sowie aus Stahl. Auch wenn es verschiedene Materialien für Hammerstiele gibt, haben sie alle denselben Zweck – sie gewährleisten eine sichere und kontrollierte Ausführung des Schlages und sollen den Nutzer darüber informieren, wie der Schlag erfolgt ist. Dies merkt man z. B. durch ein sattes Gefühl bei einem erfolgreichen Treffer. Allerdings gilt es zu beachten, dass die unterschiedlichen Materialien auch unterschiedliche Eigenschaften mit sich bringen.

Der meistverwendete Hammerstiel in Deutschland ist aus Holz. Dabei solltest Du darauf achten, dass es sich um Hickory oder Eschenholz handelt, da diese die besten Eigenschaften für einen Hammerstiel bieten. Dazu ist es ebenfalls wichtig, dass die langen Holzfasern längs, also in Richtung des Hammerstiels, verlaufen und keine Astansätze im Holz zu erkennen sind, da diese sich häufig als Schwachstelle entpuppen. Der große Vorteil eines Holzstieles ist, dass er dem Nutzer jederzeit ein gutes Gespür über die Ausführung des Schlages vermittelt und dadurch ein exaktes und kontrolliertes Arbeiten ermöglicht.

+ sehr gute Vermittlung der Schläge
+ ermöglicht eine exakte Ausführung
+ sehr gute Haptik (liegt angenehm in der Hand)
+ griffige Verarbeitung
+ Hammerstiel lässt sich leicht austauschen
– Relativ empfindlich für Beschädigungen
– Trockenschrumpfen möglich (Hammerkopf lockert sich)

Ein Hammerstiel aus Holz ist die erste Wahl.
Hammerstiel aus Holz

Hammergriffe aus Kunststoff bzw. Fiberglas haben den Vorteil, dass diese den Schlag deutlich besser abfedern können als ein Stiel aus Holz oder Stahl. Zudem sind sie äußerst robust und im Gegensatz zu einem Hammerstiel aus Holz, welche je nach Qualität an Trockenschrumpfen leiden können, bietet ein Kunststoffstiel eine dauerhafte sowie feste Verbindung mit dem Hammerkopf. Für einen sicheren Halt werden diese Griffe mit einem Gummi- oder Kunststoffgriff ausgestattet.

+ hohe Stoßabsorption
+ sehr robust
+ kein Trockenschrumpfen möglich
– erschwerte Reparatur
– ggf. rutschig in der Hand

Da ein Hammer mit einem Stahlrohrstiel nahezu unzerstörbar ist, werden diese überwiegend im Baugewerbe genutzt. Das durch den Stahlstiel erhöhte Hammergewicht hat allerdings kaum eine optimierende Auswirkung auf die Schlagkraft und ist somit für die Handhabung eher von Nachteil. Um ein Rutschen während der Nutzung zu vermeiden, wird das Stahlrohr für gewöhnlich mit einem Kunststoffgriff oder Gummigriff versehen. Bei diesen Stielen ist der Hammerkopf fest verbunden.

+ sehr robust
+ hohe Schlagkraft möglich
+– Hammerkopf fest mit Stiel verbunden, daher keine Reparaturen möglich
– höheres Gewicht durch den Griff
– erhöhter Anschaffungspreis
– ggf. rutschig in den Händen

Ein Hammerstiel aus Stahl ist robust und langlebig.
Hammerstiel aus Stahl mit Gummigriff

Tipp: Wenn Du die genauen Unterschiede der wichtigsten Hammerarten sehen möchtest, klicke hier.

Kaufberatung für Hammer

Beim Kauf eines Hammers ist es wie bei den meisten Handwerkzeugen – Qualität hat ihren Preis. Da man sich in der Regel einen Hammer nur einmal im Leben kauft und diesen dann noch weitervererben kann, ist er das Geld sicherlich wert und bereitet über Generationen Freude. Ich habe beispielsweise von meiner Mutter einen bereits gebrauchten Hammer vor über 20 Jahren bekommen, welcher auch noch heute genutzt wird.

Wenn Du Dir einen Hammer zum ersten Mal anschaust, solltest Du vor allem auf die Verarbeitung und auf die Haptik, also wie sich der Hammer anfühlt, achten. Insbesondere ob es scharfe Kanten gibt, an welchen man sich schneiden könnte, und alle Fasen ordentlich verarbeitet sind.

Der Hammerstiel sollte sich vor allem gut anfühlen sowie angenehm in der Hand liegen, nicht rutschen und auch nicht dazu neigen einen Holzsplitter in der Hand zu hinterlassen. 

Achte bitte auch darauf, dass der Hammerkopf, Schlagschutz sowie der Griff nicht wackeln und alles fest miteinander verbunden ist.

Das Auge im Hammerkopf, in welchem der Stiel steckt, sollte ersichtlich sein, damit Du ggf. Veränderungen der Position des Hammerkopfes frühzeitig erkennen kannst.

Ebenfalls sollten auf dem Hammerkopf ein Herstellerzeichen sowie eine DIN-Kennzeichnung vorhanden sein.

Checkliste für den Kauf

  • Herstellerkennzeichnung vorhanden?
  • Keine scharfen Kanten vorhanden?
  • Zangenbacken passen zueinander?
  • Kein seitliches Spiel?
  • Gleichmäßiges gleiten des Gelenkes?
  • Griffe fest verbunden?
  • Griffe fühlen sich gut an und schmerzen nicht beim Betätigen?
  • Alle nötigen Kennzeichnungen vorhanden? (Elektrozangen)

Welche Hammer gibt es?

Wie Dir sicher bereits aufgefallen ist, gibt es eine hohe Anzahl verschiedener Hämmer. Um etwas Licht in diese Geschichte zu bringen, zeige ich Dir hier ein paar der gängigsten Typen und wo Schlosserhammer, Fäustel, Gummihammer, Schonhammer, Latthammer & Co Verwendung finden.

Der Einsatzbereich des Schlosserhammers ist mit Abstand der Umfangreichste aller Hammertypen und macht diesen somit zu einem richtigen Allrounder. Daher ist dieser Klassiker auch der meistverkaufte Hammer in Deutschland und sollte in keinem Haushalt fehlen. Die Bahn des Schlosserhammers ist quadratisch geformt und die Finne keilförmig, wobei das Ende abgerundet ist – ideal, um etwas feinere Arbeiten in Angriff zu nehmen. Ein Schlosserhammer sollte idealerweise nach DIN 1041 gefertigt sein.

Einsatzbereich: Der Schlosserhammer findet z. B. beim Einschlagen von Nägeln sowie Dübeln und alle kleineren, anfallenden Arbeiten für einen Hammer Verwendung.

Beispiel: Du bist gerade in eine neue Wohnung gezogen und möchtest ein paar Bilder mit Nägeln aufhängen. Um diese Nägel in die Wand zu schlagen, ist ein Schlosserhammer die beste Wahl.

Gewichtsbereich: Das Kopfgewicht eines Schlosserhammers liegt im Regelfall zwischen 100g – 1000g.

Als Haushaltshammer ist ein Gewicht zwischen 300g – 500g für einen Schlosserhammer optimal.

Ein Schlosserhammer ist der Allrounder bei der Verwendung.
Schlosserhammer

Ein Fäustel kommt dann zum Einsatz, wenn schon etwas mehr Schlagkraft benötigt wird, der Hammer aber noch immer mit einer Hand genutzt werden soll. Im Vergleich zum Schlosserhammer hat ein Fäustel zwei parallel liegende quadratische Bahnen (Schlagseiten), einen schwereren Hammerkopf sowie einen kürzeren Hammerstiel. Ein Fäustel sollte idealerweise nach DIN 6475 gefertigt sein.

Einsatzbereich: Optimal für Steinmetzarbeiten in Kombination mit einem Meißel, allerdings genießt der Fäustel auch ein hohes Ansehen bei allen herberen Arbeiten.

Beispiel: Du bereitest gerade Deine neue Wohnung für den Umzug vor und möchtest noch die Fliesen entfernen, welche nicht Deinen Geschmack entsprechen. Für diese Meißelarbeit ist ein Fäustel sicherlich keine schlechte Wahl.

Gewichtsbereich: Das Kopfgewicht eines Fäustels liegt im Regelfall zwischen 1.000g – 2.000g.

Mit einem Gewicht zwischen 1.250g – 1.500g für einen Fäustel hat man einen guten Allrounder.

Ein Fäustel wird für härtere Arbeiten verwendet.
Fäustel

Ein Vorschlaghammer wird ugs. auch als Bello bezeichnet und kommt dann zum Einsatz, wenn es grob zur Sache geht. Durch seinen sehr langen Stiel, welcher beidhändig geführt werden muss, und das hohe Gewicht des Hammerkopfes, entfaltet ein Vorschlaghammer eine enorme Schlagkraft. Auch wenn der Vorschlaghammer der große Bruder des Fäustels sein könnte, unterscheiden diese sich in der Form des Hammerkopfes. So hat der Vorschlaghammer eine meist quadratische Bahn und eine abgerundete Finne wie ein Schlosserhammer. Ein Vorschlaghammer sollte idealerweise nach DIN 1042 gefertigt sein.

Einsatzbereich: Der Vorschlaghammer findet vor allem bei Abbrucharbeiten, Einschlagen von Bolzen und überall, wo es „grob“ werden muss Verwendung.

Beispiel: Du hast Dir gerade ein Haus gekauft und Dich stört eine nicht tragende Wand. Wenn Du diese heraustrennen möchtest, ist ein Vorschlaghammer für die grobe Vorarbeit die richtige Wahl.

Tipp: Um bei der Nutzung eines Vorschlaghammers nicht ganz so schnell aus der Puste zu kommen, hilft es, beim Aufschwung die vordere Hand bis zum Hammerkopf zu schieben und erst mit dem Schlag wieder zurückzuziehen.

Gewichtsbereich: Das Kopfgewicht eines Vorschlaghammers liegt im Regelfall zwischen 3.000g – 10.000g

Für einen guten Allrounder bietet sich ein Vorschlaghammer mit einem 5.000g Hammerkopf an.

Das Klopfholz oder auch der Schreinerklüpfel findet seine Hauptanwendung bei einem Schreiner oder Zimmerer. Man nutzt das Klopfholz zusammen mit einem Stecheisen oder Stemmeisen. Da der Griff und somit auch die Aufschlagsfläche der Stemmeisen, fachspr. Hefte, oftmals aus Holz sind, würden diese durch einen Metallhammer beschädigt werden. Der Hammerkopf ist aus einem Hartholz wie Buche oder Ahorn gefertigt. Im Vergleich zu den Schlagflächen eines normalen Hammers sind die Bahnen nicht parallel zueinander, sondern bilden eine Achse mit dem Handgelenk, da die Bewegung für diesen Hammer nur aus dem Gelenk kommt. Ein Klopfholz oder Schreinerklüpfel sollte idealerweise nach DIN 7461 gefertigt sein.

Einsatzbereich: Das Klopfholz findet überwiegend bei der Bearbeitung von Holz im Tischler- sowie Zimmerhandwerk Verwendung.

Beispiel: Du baust Dir gerade einen neuen Dachstuhl und möchtest zwei Balken mithilfe eines Zapfenloches verbinden. Um dieses Loch mit einem Stemmeisen herauszustemmen, ist das Klopfholz die treibende Kraft. 

Das Besondere am Gummihammer ist, dass sein zylindrischer Hammerkopf komplett aus Gummi besteht. Die zwei Schlagflächen bzw. Bahnen aus Gummi werden verwendet, um empfindliche Bauteile festzuschlagen, ohne diese dabei zu beschädigen. Ein Gummihammer sollte nach DIN 5128 gefertigt sein.

Einsatzbereich: Meist wird der Gummihammer für das Verlegen von Fliesen, Setzen von Pflastersteinen sowie Randsteinen oder auch zum Festschlagen von Schlössern und Beschlägen in Türen wie auch zum Eintreiben von Zeltheringen verwendet. 

Beispiel: Im Garten Deines neuen Hauses möchtest Du den Zugang zu einer Pergola mit einigen schönen Pflastersteinen gestalten. Um diese Pflastersteine ordentlich zu verlegen, solltest Du sie mit einem Gummihammer festschlagen.

Tipp: Ein schwarzer Gummihammer kann gegebenenfalls schwarze Rückstände hinterlassen. Dies kann man durch das Zwischenlegen eines Kartons vermeiden.

Ein Gummihammer wird verwendet, wenn das Material oder Bauteil nicht beschädigt werden darf.
Gummihammer

Der Schonhammer oder Kunststoffhammer zeichnet sich durch zwei Schlagflächen bzw. Bahnen aus Kunststoff oder einer Kombination aus Kunststoff und Gummi aus. Die große Stärke eines Schonhammers liegt im Vergleich zu einem Gummihammer in der stoßartigen Kraftübertragung, bei welcher die Bauteile durch die Kunststoffeinsätze bzw. Gummieinsätze dennoch nicht beschädigt werden.

Tipp: Um immer den gewünschten Erfolg zu erzielen, ist es ratsam, die Schlageinsätze einfach und unkompliziert für die benötigten Eigenschaften auszutauschen.

Einen Schonhammer gibt es auch als Antireflexhammer, d.h. dass der Hohlraum im Hammerkopf mit Sand oder Schrot gefüllt ist. Dadurch wird der Rückschlag des Hammers deutlich reduziert. Wenn man einen Kunststoffhammer benötigt, welcher ohne einen Rückschlag agiert, sollte man auf einen Hammer mit Pendelgewicht zurückgreifen.

Einsatzbereich: Ein Schonhammer kommt unter anderem bei der Montage, beim Positionieren und Ausrichten von Maschinen oder bei der Bearbeitung von Metall zum Einsatz.

Beispiel: Du hast Dir für Deine Werkstatt gerade eine sehr große und schwere Tischkreissäge gekauft, welche in der Eile vom Lieferdienst etwas schräg in den Raum gestellt wurde. Mit einem gefühlvollen Schlag durch einen Schonhammer lässt sich die Position leicht begradigen.

Gewichtsbereich: Das Kopfgewicht eines Schonhammers liegt im Regelfall zwischen 600g – 3200g.

Als guter Allrounder für einen Schonhammer bzw. Kunststoffhammer bietet sich ein Gewicht von 1500g an.

Ein Schonhammer hat zwei unterschiedliche Schlagflächen, welche je nach Material gewechselt werden.
Schonhammer mit Einsätzen

Ein Latthammer oder auch Zimmermannshammer findet, wie der Name es bereits vermuten lässt, seinen Einsatzbereich im Holzbau. Die Finne eines Zimmermannshammers unterscheidet sich zu einer gewöhnlichen Finne durch ihre asymmetrische Klaue. Diese Klaue ermöglicht, durch Einschlagen der Spitze in das Holz, ein Versetzen von schweren Balken sowie mithilfe der Mulde in der Klaue das Ziehen von Nägeln. Um ein Abrutschen beim Eintreiben der Nägel zu verhindern, ist die Bahn bzw. die Schlagfläche oftmals gerippt.

Einen Latthammer gibt es mit Holzstiel, Kunststoffstiel oder Stahlrohrstiel. Wegen der teilweise hohen Hebelkräfte beim Ziehen von Nägeln, geht die Empfehlung zu einem Latthammer mit Stahlrohrstiel und ergonomisch geformten Griff. Ein Latthammer bzw. Zimmermannshammer sollte idealerweise nach DIN 7239 gefertigt sein.

Einsatzbereich: Wie bereits oben erwähnt, findet ein Latthammer bzw. Zimmermannshammer im Holzbau Anwendung.

Beispiel: Du bist gerade dabei in Deinem Garten eine Pergola zu bauen und hast einen Nagel verbogen, außerdem müsste der Balken noch ein kleines Stück zu Dir herangezogen werden. Dies kannst Du alles mit einem Latthammer erledigen.

Tipp: Damit man an schwer zugänglichen Stellen keine zweite Hand zum Ansetzen eines Nagels benötigt, gibt es Hammerbahnen mit integriertem Magnethalter für den Nagel.

Gewichtsbereich: Das Kopfgewicht eines Latthammers liegt im Regelfall bei 600g.

Der Latthammer wird auch als Zimmermannshammer bezeichnet und findet Anwendung im Holzbau.
Latthammer bzw. Zimmermannshammer

Der Schreinerhammer, welcher eine sehr große Ähnlichkeit mit dem Schlosserhammer aufweist, unterscheidet sich zu diesem durch die Form und Position der Finne. Die Finne ist hingegen beim Schreinerhammer oder auch Tischlerhammer weiter unten positioniert. Zudem ist diese nicht abgerundet, sondern hat für filigrane Arbeiten (z. B. sehr kleine Nägel) ein flaches Ende. Ein Schreinerhammer bzw. Tischlerhammer sollte idealerweise nach DIN 5109 gefertigt sein.

Einsatzbereich: Der Schreinerhammer findet Einsatz bei sämtlichen Schreiner- bzw. Tischlerarbeiten.

Beispiel: Du möchtest Dir eine Kommode zusammenbauen und die Rückwand benötigt sehr feine, kleine Nägel. Um diese präzise einzuschlagen, ohne Deine Finger in Mitleidenschaft zu ziehen, ist der Schreinerhammer eine gute Wahl.

Gewichtsbereich: Die Größe eines Schreinerhammers bzw. Tischlerhammers wird nicht durch das Gewicht, sondern durch die Kantenlänge der Bahn angegeben. Diese erstreckt sich über die Größe des Hammerkopfes von 16mm (100g) bis 30mm (520g).

Mit einer Hammerkopfgröße von 22 mm (300g), machst Du sicherlich nichts falsch bei einem Schreinerhammer.

Ein Schreinerhammer wird im Bereich der Holzverarbeitung verwendet.
Schreinerhammer bzw. Tischlerhammer

Die Aufgabe eines Mauererhammers besteht darin, Steine in die richtige Form zu schlagen. Für das Formen der Steine hat die Finne die Form einer scharfen, waagerechten Kante. Mit der Bahn bzw. Schlagfläche werden klassisch Nägel reingeschlagen bzw. mit der dafür vorgesehen Nut in der Finne gezogen.

Einsatzbereich: Der Maurerhammer findet, wie der Name bereits verrät, hauptsächlich im Baugewerbe Anwendung.

Beispiel: Du bist gerade dabei eine kleine Mauer im Garten zu errichten und einer der Mauerziegel ist ein Stück zu groß. Diesen kannst Du leicht mit einem Maurerhammer kürzen.

Gewichtsbereich: Das Kopfgewicht eines Maurerhammers liegt im Regelfall bei 600g.

Ein Maurerhammer wird benutzt, um Steine in die benötigte Form zu schlagen.
Maurerhammer mit Nut in der Finne

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    • Hammerkeil bzw. Ringhülse
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    • Checkliste für den Kauf
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    • Was ist ein Schlosserhammer? (Haushaltshammer)
    • Was ist ein Fäustel?
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