Holz oder Kunststoff – Schneidebretter im Vergleich
Dieser Ratgeber zeigt, worin sich die Materialien im Umgang sowie bei Schneidgefühl, Pflege, Hygiene und Lebensdauer unterscheiden.
Welchen Einfluss hat das Material bei Schneidebrettern?
Die Wahl eines Schneidebretts hängt nicht nur von Größe und Form ab. Auch das Material beeinflusst das Schneidgefühl, die Reinigung, den Pflegeaufwand und nicht zuletzt die Optik.
Schneidebretter aus Massivholz bieten eine angenehme, klingenschonende Schneidfläche, eine natürliche Haptik und einen individuellen Charakter. Bei entsprechender Pflege können sie über viele Jahre genutzt werden.
Kunststoffbretter sind leichter, meist günstiger und besonders unkompliziert in der Reinigung.
Welche Variante besser zu Ihnen passt, hängt deshalb vor allem davon ab, worauf Sie im Küchenalltag besonderen Wert legen.
Holz und Kunststoff im schnellen Vergleich
Holzschneidebretter: Vor- und Nachteile
Vorteile:
+ klingenschonende und angenehm nachgiebige Schneidfläche
+ natürliche Optik und Haptik
+ jedes Brett ist durch Farbe und Maserung ein Unikat
+ bestimmte Holzarten besitzen natürliche antibakterielle Eigenschaften
+ beanspruchte Oberflächen können aufgearbeitet werden
+ bei richtiger Pflege über viele Jahre nutzbar
+ Abrieb besteht aus natürlichen Holzfasern statt Kunststoffpartikeln
Nachteile:
– benötigt etwas mehr Pflege
– regelmäßiges Ölen ist empfehlenswert
– nicht für die Spülmaschine geeignet
– sollte nach der Reinigung sorgfältig und gleichmäßig getrocknet werden
Kunststoffschneidebretter: Vor- und Nachteile
Vorteile:
+ leicht und unkompliziert im Handling
+ geringer Pflegeaufwand
+ viele Ausführungen sind spülmaschinengeeignet
+ meist günstig in der Anschaffung
Nachteile:
– mit der Zeit entstehen Schnittspuren und tiefere Rillen und die Reinigung erschweren
– beanspruchte Oberflächen lassen sich kaum wieder aufarbeiten
– beim Schneiden können sich kleine Kunststoffpartikel lösen
– stark verschlissene Bretter sollten ersetzt werden
Welches Material ist hygienischer?
Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und beim Trocknen wieder abgeben. Dadurch können auf der Oberfläche Bedingungen entstehen, unter denen sich bestimmte Mikroorganismen weniger gut halten.
Hinzu kommen natürliche Holzinhaltsstoffe. Einige Holzarten enthalten Gerbstoffe, sogenannte Tannine, die antibakterielle Eigenschaften besitzen können. Gerade Eiche gehört zu den gerbstoffreichen Holzarten.
Ein geeignetes Holzöl schützt zusätzlich die Oberfläche und vermindert eine zu schnelle Aufnahme von Feuchtigkeit und Verschmutzungen.
Entscheidend für die Hygiene bleibt bei jedem Schneidebrett der richtige Umgang. Nach der Benutzung sollte es gründlich gereinigt und anschließend vollständig getrocknet werden. Das gilt besonders nach der Verarbeitung von rohem Fleisch, Fisch oder Geflügel.
Holz muss sich beim Thema Hygiene also keineswegs hinter Kunststoff verstecken. Bei sachgemäßer Reinigung, Trocknung und Pflege ist Massivholz ein sehr gut geeignetes Material für Schneidebretter.
Schneidgefühl und Abrieb – wo liegen die Unterschiede?
Holz bietet eine angenehm nachgiebige und klingenschonende Schneidfläche. Besonders Stirnholz ist deshalb bei hochwertigen Küchenmessern beliebt.
Bei Kunststoff können sich durch Messerschnitte kleine Partikel beziehungsweise Mikroplastik lösen und auf das Schnittgut gelangen.
Aber auch bei Holz entsteht mit der Zeit Abrieb. Dabei handelt es sich jedoch um natürliche Holzfasern. Beanspruchte Oberflächen können zudem abgeschliffen und anschließend neu gepflegt werden.
Pflege und Lebensdauer
Ein Holzschneidebrett sollte von Hand gereinigt, nicht eingeweicht und anschließend gründlich getrocknet werden.
Zusätzlich empfiehlt sich in regelmäßigen Abständen die Pflege mit einem geeigneten Holzöl. Wird die Oberfläche nach Jahren rau oder weist stärkere Schnittspuren auf, kann sie abgeschliffen und anschließend neu geölt werden.
Dieser kleine Pflegeaufwand zahlt sich aus: Ein hochwertiges Massivholz-Schneidebrett kann bei richtiger Behandlung über viele Jahre genutzt und bei Bedarf mehrfach aufgearbeitet werden.
Ausführliche Hinweise finden Sie im Ratgeber zur richtigen Pflege von Holzschneidebrettern.
Kunststoff ist in diesem Punkt unkomplizierter. Viele Kunststoffbretter können, sofern vom Hersteller vorgesehen, in der Spülmaschine gereinigt werden und benötigen keine zusätzliche Oberflächenpflege.
Eine stark beanspruchte oder tief zerkratzte Oberfläche lässt sich allerdings kaum wiederherstellen.
Auch die Optik macht einen Unterschied
Neben den funktionalen Eigenschaften spielt natürlich auch der persönliche Geschmack eine Rolle.
Massivholz bringt Wärme, natürliche Haptik und eine individuelle Zeichnung in die Küche. Farbe, Maserung und Faserverlauf machen jedes Schneidebrett zu einem Unikat.
Eiche, Kirsche und amerikanischer Nussbaum besitzen dabei jeweils ihren ganz eigenen Charakter. Ein hochwertiges Holzschneidebrett kann deshalb nicht nur zum Schneiden, sondern ebenso zum Anrichten und Servieren verwendet werden.
Kunststoff wirkt im Vergleich eher funktional, bietet dafür jedoch eine große Auswahl an Farben und unterschiedlichen Ausführungen.
Schauen Sie gerne einmal in der Produktkategorie für handgefertigte Schneidebretter aus Massivholz vorbei.
Fazit: Warum vieles für Holz spricht
Für ein hochwertiges Schneidebrett bietet Massivholz ein überzeugendes Gesamtpaket: eine klingenschonende Schneidfläche, natürliche Optik und Haptik, eine lange Nutzungsdauer und die Möglichkeit, eine beanspruchte Oberfläche später wieder aufzuarbeiten. Hinzu kommen bei bestimmten Holzarten natürliche Inhaltsstoffe mit antibakteriellien Eigenschaften.
Kunststoff punktet dagegen vor allem mit geringem Gewicht, wenig Pflegeaufwand und der häufig möglichen Reinigung in der Spülmaschine.
Wer seinem Schneidebrett etwas Pflege zukommen lässt und Wert auf Langlebigkeit, natürliche Materialien und ein angenehmes Schneidgefühl legt, ist mit einem hochwertigen Holzschneidebrett sehr gut beraten.





